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Buchempfehlung: Die Öffentlichkeit als Richter

24.11.2011 / PublikationenDer Sammelband legt dar, wie Litigation-PR die Rechtsfindung vor allem im "Gerichtssaal der öffentlichen Meinung" beeinflussen kann. Kommunikations- und Rechtswissenschaftler, Journalisten und Richter kommen zu Wort.

Gerichtsverfahren werden immer öfter auch in der Öffentlichkeit ausgetragen.

Prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit - Litigation-PR - wird deshalb immer mehr an Bedeutung gewinnen. 

Welche Chancen und Risiken damit für die Beteiligten und den Rechtsstaat verbunden sind, untersuchen die Autoren - Rechtswissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler, Journalisten und Richter - in diesem Sammelband.

Uwe Wolff erläutert, was Litigation-PR ist und wie sie funktioniert. Susanne Kleiner betrachtet die Perspektive von Topmanagern vor Gericht und beleuchtet den Einfluss der CEO-Kommunikation. Brigitte Koppenhöfer, Gisela Friedrichsen und Hans Mathias Kepplinger untersuchen den Einfluss von Litigation-PR auf die Justiz. Klaus Streeck und Volker Boehme-Neßler beschäftigen sich mit den rechts- und kommunikationstheoretischen Aspekten juristischer Kommunikation.

Der Band wendet sich an Wissenschaftler und Praktiker aus Recht, Justiz und Medien. Er umreißt ein neues Problemfeld und öffnet den Blick für tief greifende Veränderungen von Recht und Justiz. Der Herausgeber ist Jurist und Politikwissenschaftler und lehrt in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Medienrecht, Rechtssoziologie und Rechtstheorie.

 

Die Öffentlichkeit als Richter?
Litigation-PR als neue Methode der Rechtsfindung

Herausgegeben von Prof. Dr. Dr. Volker Boehme-Neßler
2010, erschienen im Nomos-Verlag Baden-Baden, 184 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8329-5276-1, 52 Euro