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Die Gründung der Deutsche Stiftung Mediation: Ein Rückblick

17.11.2011 / Mediation im FokusEs geht auch ohne Vollversammlung - Wie eine Stiftungsgründung mit 52 Stiftern funktionieren kann beschreibt Susanne Kleiner im Magazin "Die Stiftung" am Beispiel der Deutschen Stiftung Mediation.

Über soziale Netzwerke im Internet finden nicht nur Paare, sondern manchmal auch Stifter zusammen. So geschehen im Fall der im März dieses Jahres errichteten Deutschen Stiftung Mediation. Ausgehend von einer Diskussionsgruppe auf der Internetplattform XING vernetzten sich insgesamt 52 Stifter für ein gemeinsames Vorhaben. Auch wenn die Konsensfindung mit allen Kollegen eine Herausforderung war, ist eine Stiftung für den Initiator die klar bessere Alternative gegenüber einem Verein.

Bauingenieur Knud Hartung verfolgt im Jahr 2010 mit Spannung die Diskussionen der Gruppe „Wirtschaftsmediation – Das Forum“ auf der Internetplattform XING. Schließlich ist der Projektentwickler selbst Mediator und vermittelt zwischen Konfliktparteien bei Immobilien- und Verkehrsprojekten.

Seine zweitausend elektronisch vernetzten Kollegen diskutieren rege darüber, wie es möglich sein könnte „die Mediation in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nach vorne zu bringen. Für Zündstoff sorgt eine Befragung der Gruppenmitglieder, ob sie mit ihren Mediationsverbänden zufrieden sind. Es gibt überwiegend kritische Stimmen, die vor allem bemängeln, dass seitens der Verbände zu wenig für die Verbreitung der Mediation getan wird.

Hieraus entsteht die Idee, eine Stiftung zu gründen, um diese Form der Konfliktlösung stärker in der Gesellschaft zu etablieren. Auf einem Mediatorentreffen im Mai 2010 in Stuttgart wird dieser Plan erstmals diskutiert. (...)

 

Der Artikel zum Herunterladen: "Es geht auch ohne Vollversammlung" ist im Magazin "Die Stiftung", Ausgabe 6/11, November 2011, S. 22-23, erschienen.